„Das Christentum ist auf Egalität und Menschenwürde ausgerichtet“
Christian Staffa im Interview

© Paul-Philipp Braun / ÖVA zur IKW
Migration ist die Mutter aller Entwicklung, sagt Christian Staffa. Der EKD-Antisemitismusbeauftragte möchte dies im biblisch-theologischen Sinne verstanden wissen. Im Interview mit dem BR erklärt er Hierarchisierungen, wie sie Nationalisten und Rechtspopulisten vornehmen, für „nicht christlich“.
„Das Christentum ist eine internationale, multikulturelle, auf Egalität und Menschenwürde hin ausgerichtete Religion“, so Staffa Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus seien theologisch gesehen Sünde. Trotzdem versuchen Rechtsextreme, Christen für ihre Sache zu gewinnen. Wer zusammen mit Rechtsextremen demonstriere, könne später nicht behaupten, nichts davon gewusst zu haben, betont der Theologe.
Erschienen am 14.09.2020
Aktualisiert am 07.01.2021