Am 16. Mai 1944 setzten sich die Gefangenen im sogenannten „Zigeunerlager“ von Auschwitz-Birkenau erfolgreich gegen die geplante Liquidierung des Lagers zur Wehr, sodass die SS ihren Plan zunächst aufgab. Einige Internierte wurden daraufhin in andere Arbeitslager verlegt, während die verbliebenen etwa 4.300 Häftlinge in der Nacht vom 2. auf den 3. August in die Gaskammern getrieben wurden.
Achtzig Jahre danach reiste der 14-jährige Sinto Wesley Höllenreiner gemeinsam mit seiner Mutter Laura zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers – einem Ort, der für seine Familie eine ganz besondere Bedeutung hat: Sein Urgroßvater Hugo Höllenreiner war dort als Kind inhaftiert worden. Er und seine Familie überlebten das Grauen des Lagers, doch die Erfahrungen des Holocaust wirken über Generationen hinweg nach.
Das Überleben des Urgroßvaters machte den Holocaust zu einem prägenden Thema für die gesamte Familie – auch für die dritte Generation der Überlebenden. Der Regisseur Adrian Oeser begleitete Wesley und dokumentierte dessen Reise.
Anlässlich des Roma Resistance Day laden die Evangelische Akademie zu Berlin und der Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg zur Berlin-Premiere von Adrian Oesers Film Wesley schwimmt ein.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 12.05.2025 wird gebeten.
Mit Brezeln und Getränken sorgen wir für das leibliche Wohl.
Haus der EKD
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